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Google AdSense
Google AdSense ist ein von Google angebotener Dienst, der kontextsensitive (s.u.) und relativ unaufdringliche Werbung auf Websiten einblendet.
Funktionsweise: Kontextsensitivität bedeutet, dass die eingeblendete Werbung thematisch zum Inhalt der Seite, also in den Kontext, passt. Beispielsweise könnten auf einem Blog mit geschichtswissenschaftlichen Inhalten Fachbuchverlage ihre neuesten Erscheinungen bewerben. Da vorausgesetzt wird, dass Menschen, die eine Website ansehen, sich für deren Inhalt auch interessieren fallen sie also in die Zielgruppe des werbenden Unternehmens, die Werbung soll ihre optimale Wirkung auf sie entfalten. Die Werbeanzeigen werden automatisch anhand von auf der Website häufig verwendeten Worten ausgewählt, was nach demselben Prinzip wie die Google-Suchmaschine funktioniert.
Falls der Websitebetreiber selbst etwas verkaufen möchte kann er Anzeigen von Konkurrenten ausschließen.
Die genaue Bezahlung der Sitebetreiber wird von Google geheim gehalten, Gerüchten zufolge werden jedoch für jeden Klick auf eine Anzeige 20 US-Cent bezahlt, was laut einem Artikel der New York Times 78,5% der Werbeeinnahmen entsprechen soll.
Anmeldung: Betreiber einer Website können sich bei Google Adsense anmelden. Wenn die Website für qualitativ hochwertig genug befunden wird, wird sie für den Dienst freigeschaltet.
Quellen: Wikipedia, Tobimania’s kleine Welt der ABK
Das Web 2.0
Das Web 2.0 kann für uns als Historiker sowohl vor- als auch Nachteile mit sich bringen.
Der größte Vorteil ist sicherlich, dass sich durch das Internet im allgemeinen und Web 2.0-Anwendungen wie Wikipedia im Besonderen Informationen zu quasi jedem erdenklichen Thema schnell und einfach beschaffen lassen. Allerdings muss aus dieser Informationsflut das wirklich Wichtige erst herausgefiltert werden (der Aufwand tendiert im Vergleich zu dem bei der Lektüre wissenschaftlicher Aufsätze und Monographien allerdings wohl immernoch gegen 0) und gerade durch das Web 2.0-Charakteristikum, dass jeder Inhalte unabhängig vom Wahrheitsgehalt erstellen bzw. im Falle von Wikipedia auch verändern kann sind quasi alle neuen Informationsquellen grundsätzlich nicht zitierfähig. Unter Berücksichtigung der für Historiker typischen Technikfeindlichkeit können Wikipedia und (die meisten heute existierenden) Blogs demzufolge nur für rein private Informationsbeschaffung genutzt werden und eignen sich nicht zur Recherche im Studium.
In der Theorie gäbe es allerdings durchaus auch für die Geschichtswissenschaft sinnvolle Anwendungen, über die wir in diesem ABK-Kurs schließlich etwas lernen sollen.
So ließe sich das Web 2.0 durchaus zum Universitäts- und Länderübergreifenden Austausch von Forschungsergebnissen und Interpretationsansätzen nutzen, wenn beispielsweise Forschende in einem Blog über ihre Arbeit informieren würden. Dadurch könnten gleichzeitig auch historisch interessierten Laien Informationen zugänglich gemacht werden, die wegen zu geringen allgemeinen Interesses niemals in außerhalb von Uni-Bibliotheken anzutreffenden Büchern publiziert würden. Allerdings würde auf diese Art auch das Plagiieren wesentlich erleichtert (und, dank Suchmaschinen, auch der Nachweis von Plagiaten) und generell erscheint unwahrscheinlich, dass es jemals in größerem Maße zur Integration von Internet-Technologien in die historische Forschung kommen wird, als es derzeit mit online verfügbaren Bibliothekskatalogen und Bibliographien der Fall ist – solange noch irgendwo auf der Erde Bäume stehen, aus denen sich Papier herstellen lässt werden Historiker ihre Arbeiten in Papierform veröffentlichen – und nur in Papierform.